Änderungen bei den SEPA-Lastschriften

Seit dem 21.11.2016 gelten einige Vereinfachungen bei den SEPA-Basis-Lastschriften (CORE). Dies sind im wesentlichen:

  • Änderung der Vorlauffrist auf 1 Tag (D-1). Damit sind die bisherige Basis-Lastschrift CORE und die EURO-Eil-Lastschrift COR1 gleichgestellt. Die EURO-Eil-Lastschrift COR1 entfällt.
  • Die Unterscheidung zwischen Erst-Einreichung (FRST) und Folge-Lastschrift (RCUR) ist nicht mehr erforderlich, es gibt nur noch RCUR.

Anmerkung zur Scheck-Erstellung / -Erfassung:
Ab dem 21.11.2016 werden neue Scheckformulare von den Kreditinstituten nur noch mit IBAN (anstelle von Bank-Konto-Nr und BLZ) in der OCR-Zeile zur Verfügung gestellt. Die "alten" Scheckformulare können aufgebraucht werden (bislang ohne zeitliche Beschränkung).

GoBD - gültig ab 01.01.2015

Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) ersetzen die bisher geltenden Grundsätze ordnungsgemäßer DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS) und die Grundsätze zum Datenzugriff und Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU).

Nachfolgend werden einige Anforderungen aus den GoBD kurz erläutert und dargestellt, wie bestehende FIBU-Funktionen hierfür genutzt werden können. Bei Rückfragen steht Ihnen die ABF-Hotline gerne zur Verfügung.

Grundsätze der Wahrheit, Klarheit und fortlaufenden Aufzeichnung

Vollständige und lückenlose Erfassung aller Geschäftsvorfälle - Prüfung mit Hilfe der Belegnummern-Suche

Keine Doppelerfassung desselben Geschäftsvorfalls - Vermeidung durch Aktivierung der Belegnummern-Kontrolle

Zeitgerechte Buchungen und Aufzeichnungen - Sperre eines Buchungsmonats nach Abschlussarbeiten/UST-Voranmeldung

Anforderungen an das Belegwesen (Belegfunktion)

Zuordnung zwischen Beleg und Buchung anhand exakter Identifikationsmerkmale - Verwendung eindeutiger Belegnummern

Hinreichende Erläuterung des Geschäftsvorfalls - Erfassung von Buchungstexten

Das BMF-Schreiben zu den GoBD vom 14.11.2014 kann auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums (SERVICE / BMF-Schreiben) heruntergeladen werden.

Neuerungen beim Reverse-Charge-Verfahren

Ab dem Programmstand 06/2015 können auch Umsätze, bei denen die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger übergeht, manuell gebucht bzw. importiert werden, wenn die Rechnung sowohl Artikel mit Mehrwertsteuer als auch Artikel ohne Steuer (Reverse Charge) enthält. Dies gilt sowohl für Eingangs- als auch für Ausgangsrechnungen. Entsprechende Einrichtungshilfen erhalten Sie hier.

Allgemeine Erläuterungen zum Reverse-Charge-Verfahren erhalten Sie hier.